Journalismus in der Eurokrise
Mai 13
In Griechenland gibt es eine besondere Art der Abhängigkeit zwischen den Medien und dem Staat. Vor allem Tageszeitungen können sich nicht eigenständig finanzieren. Sie sind Subventionsgeschäfte und politisches Druckmittel der Besitzer großer Baufirmen in Griechenland. Ein Beispiel ist die Tageszeitung „Ethnos“, die dem Bauunternehmer Georgios Bobolas gehört oder das Medienunternehmen Dol mit dem Fernsehsender “Mega” und den Sonntagszeitungen „To Bima“ oder „Ta Nea“, die dem Bauunternehmer Christos Lambrakis gehören.
Diese Abhängigkeiten waren in der Berichterstattung schon immer zu spüren. Jetzt in der Krise, wo die Bauvorhaben auf Eis gelegt sind, geht es der subventionierten Presse sehr schlecht. Hunderte von Journalisten werden nach und nach entlassen und müssen mit massiven Gehaltseinbußen rechnen. Auch sie haben sich dem Streik der Journalisten des staatlichen Rundfunks ERT und ERT3 angeschlossen, denen im letzten Jahr 30% ihres Gehaltes gekürzt wurde. Eleni Klotsikas und Jörg Wagner. Mehr dazu in einem Beitrag für den Deutschlandfunk (Markt und Medien)
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