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Texte zum Thema ‘Interviews’

Wikipedia auf Spendentour und Autorensuche

Nov 27

(Photographed by Lane Hartwell on behalf of the Wikimedia Foundation)

Interview mit Sue Gardner, Executive Director of the Wikimedia Foundation
(verlinkte Audio-Quelle: radioeins-Medienmagazin vom 26.11.2011)

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Siehe auch Interview mit Jimmy Wales.

M 100 – Medienpreis an Blogger Michael Anti aus China

Sep 10


Interview für das radioeins-Medienmagazin mit dem M100-Medienpreisträger 2011 Michael Anti in der Orangerie Sanssouci kurz vor der Preisverleihung am 08.09.2011

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Die FIFA und die Medien

Jun 06


Interview mit Guido Tognoni, Ex-FIFA-Mitglied, Ex-FIFA-Marketing-Chef für das radioeins-Medienmagazin vom 04.06.2011

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Die Wiederwahl Blatters aufbereitet für die Mediensendung des Deutschlandfunks “Markt und Medien” am 04.06.2011:

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Vgl. auch:
* www.20minuten.ch

“Ich hasse Kriege. Sie sind reine Zeitverschwendung”

Mrz 19

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Im Interview mit dem britischen BBC-Krisenjournalist John Simpson, CBE, World Affairs Editor BBC im radioeins-Medienmagazin (rbb) vom 19.03.2011.

“Dann müsste ich Sie leider umbringen”

Dez 29

Pulitzer-Preisträger Paul Steiger über Recherchepech, Wikileaks und die Journalismus-Stiftung ProPublica

Im Jahr 2006 ist das US-amerikanische Milliardärsehepaar Herbert und Marion Sandler aus San Francisco mit einer außergewöhnlichen Bitte an Paul Steiger herangetreten. Sie erklärten dem damaligen Redaktionsleiter des Wall Street Journal, dass sie jedes Jahr zehn Millionen Dollar für investigativen Journalismus stiften wollten. Gemeinsam gründeten sie die Organisation ProPublica, die seitdem mehr als hundert Geschichten recherchiert und in diesem Jahr dafür den Pulitzer-Preis erhalten hat. Inzwischen erhält ProPublica auch Geld von anderen Spendern, allein in diesem Jahr mehr als drei Millionen Euro. Paul Steiger ist Chefredakteur von ProPublica. Ein Gespräch über die Zukunft des Journalismus und seine Mission.

Herr Steiger, von welchen wichtigen Geschichten werden wir in der nächsten Zeit durch Ihre Organisation zu lesen bekommen?

Wenn ich Ihnen das sagte, müsste ich Sie danach umbringen.

Das gesamte Interview nachzulesen in der Berliner Zeitung:

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/1229/medien/0010/index.html

Das Interview in einer längeren Fassung auch in der Fachzeitschrift “Menschen machen Medien”:

http://mmm.verdi.de/archiv/2011/04-05/journalismus/rechercheerfolge

“Hier steht ein Bürger, der mir anderen Bürgern einen schönen Sommerabend in Berlin verbringt”

Aug 06


Interview mit dem Joachim Gauck, Ex-Kandidat für das Bundespräsidentenamt vor dem Schloss Bellevue

Ich fragte ihn zu Beginn des Interviews, mit welcher seiner Funktionen er genannt werden möchte, nachdem er nun nicht Bundespräsident geworden ist. Seine Antwort fiel ganz unprätentiös aus. “Hier steht ein Bürger, der mir anderen Bürgern einen schönen Sommerabend in Berlin verbringt”. Das Schloss Bellevue, war natürlich eine perfekte Kulisse für so ein Interview. Das lag aber daran, dass Herr Gauck gerade ein Fotoshooting für die neue FAZ-Werbekampagne hinter sich hatte und im Anschluss nun bereit war, mir ein paar Fragen zu beantworten. Glück gehabt! Soweit ich von seinem Pressesprecher Johann Legner erfuhr, ist Joachim Gauck auch noch Wochen nach seiner Präsidentschaftskandidatur ein von den Medien heiß begehrter Mann gewesen und hat streng selektiert, wem er überhaupt Interviews gibt.

Und genau darum ging es in meinem Interview. Wie kam es, dass er als Gegenkandidat für das höchste Amt im Staat, so sehr von den Medien hochgepusht wurde? Und wie konnte sich auf sozialen Netzwerkseiten im Internet eine Pro-Gauck-Kampagne für ihn formieren, obwohl er selbst überhaupt nichts mit dem Internet zu tun. „das Facebook“, so wortwörtlich „noch nie aufgeschlagen hat“? Alles Fragen, die ich ihm unbedingt persönlich stellen wollte.

Interview mit Joachim Gauck:

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Aus dem Interview entstanden sind ein Beitrag für die Sendung “Markt und Medien” beim Deutschalndfunk und ein Studiogespräch für das radioeins-Medienmagazin.

Deutschlandfunk:

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http://www.dradio.de/dlf/sendungen/marktundmedien/1232511/

radioeins:

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http://www.wwwagner.tv/?p=1578

Der Untergangsprophet

Jul 01

Unermüdlich verkündet Jeff Jarvis das Ende der Zeitung – und wird damit selbst zum Medienstar.
Ein Porträt für WDR5

http://www.wdr5.de/sendungen/toene-texte-bilder/s/d/17.04.2010-15.05/b/der-untergangs-prophet.html

Das Interview als Video auch bei WDR-Online unter:
http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2010/04/17/wdr5-toene-bilder-texte.xml

* Vgl.: Vortrag während der re:publica ‘10

“Eine soziale Bewegung” – Die Online-Enzyclopädie Wikipedia

Jan 06

Berlin, 14.04.2009


Im Interview mit Wikipedia-Gründer Jimmy Wales am Rande der Re:publica in Berlin

Im Alter von 4 Jahren begann er schon zu lesen und sein erstes Buch soll eine Enzyklopädie gewesen sein. Das erfährt man auf Wikipedia über Jimmy Wales, den Gründer der größten freien Online-Enzyklopädie. Ist das wahr oder falsch? Oder nur ein lustiger PR-Gag? Den Reality-Check konnte ich 2009 auf der Re:publica machen, wo ich Jimmy Wales interviewen konnte. Der Beitrag wurde bei “töne, texte, bilder” auf WDR5 ausgestrahlt.

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Über meine Begegnung mit dem Wikipedia-Mann habe ich auch für Deutsche-Welle-Online geschrieben:
http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4175256,00.html

Interview mit Chad Hurley

Nov 01

Das Interview mit Chad Hurley, dem Mitgründer von YouTube, führte ich am  Rande der Verleihung des Secret Talent Awards am 06. Dezember 2007 in Berlin. Ich war erstaunt, wie unkomliziert er sich gab. Er wirkte auf mich überhaupt nicht wie jemand, der im Geld schwimmt und ein großes Medienunternehmen zu verantworten hat, sondern eher wie der nette Student von nebenan, fast ein wenig schüchtern.

“Dass Print langfristig ein Auslaufmodell ist, davon bin ich überzeugt.”

Okt 18

Interview mit Prof. Dr. Stephan Russ-Mohl vom European Journalism Observatory, Lugano am 04.06.2009 beim Europäischen Zeitungskongress in Wien

Eleni Klotsikas: Haben wir bald zeitungsfreie Städte in den USA? Wie schlimm ist die Situation wirklich?

Prof. Stephan Russ-Mohl: Noch gibt es keine Großstadt, die ihre große Tageszeitung ganz verloren hat. Es sind einige sehr große Zeitungen, von denen man das vor fünf Jahren nie für möglich gehalten hätte, im Insolvenzverfahren, darunter die Los Angeles Times, der Philadelphia Inquirer, die Chicago Tribune. Viele großen Zeitungen mussten  ihre Redaktionen dramatisch abbauen. Einige Großstädte haben inzwischen ihre zweite Tageszeitung verloren. Die Verleger haben damit gedroht, dass es, wenn die Gewerkschaften nicht massiv nachgeben und drastische Lohnkürzungen in Kauf nähmen,  in Zukunft keinen Boston Globe und auch keinen San Francisco Chronicle mehr geben wird. Im Grunde genommen warten jetzt in Amerika viele darauf, dass in einer Großstadt tatsächlich der große Tanker dicht macht.

EK: Was passiert dann? Wer tritt an die Stelle?

RM: Wahrscheinlich Gratiszeitungen. Durchaus das eine oder andere neue Printprodukt und sicherlich auch Online-Angebote, die sich dann auf irgendeine Art und Weise doch finanzieren lassen. Aber sie werden viel kleiner sein und sich von daher auch schwerer tun, ihre genuine journalistische Aufgabe zu erfüllen, nämlich nicht nur Pressemeldungen mit einem Mouseclick in Journalismus zu verwandeln, sondern die Mächtigen zu kontrollieren, die Augen offen zu halten für das, was schief läuft im öffentlichen Leben. Und dafür braucht man dann eben doch gut ausgestattete Redaktionen mit professionellen Journalisten. Wenn man die nicht hat, dann ist ein Stück politischer und demokratischer Kultur gefährdet – und zwar in einem Ausmaß, wie wir uns das im Moment noch nicht vorstellen können.

EK: Welchen Anteil hat denn die aktuelle Wirtschaftskrise an der Zeitungskrise?

RM: Ein erheblicher Teil der Krise ist wirklich strukturell bedingt. Die Leserinnen und Leser wandern scharenweise ins Internet ab, weil es dort alles umsonst gibt, was man gedruckt  kaufen kann. Dazu kommt, dass die Zeitungen ja zum ganz großen Teil -  in den USA noch viel stärker als bei uns – von Werbeeinkünften leben, und diese wandern mit den Publika ins Internet. Aber nicht etwa zu den Zeitungswebsites, sondern zu Google und  zu den „Social Networks“, zum Beispiel zu mySpace, Facebook, so dass nur ein Bruchteil des Werbeaufkommens, das Zeitungen mit Printprodukten erzielt haben, über das Internet erzielbar ist.Insbesondere die Kleinanzeigen haben früher einmal für 40% der Einnahmen gesorgt. Und diese wandern auch ins Internet ab, wo man gratis inserieren kann. Und warum soll man dann noch, wenn man ein Auto, eine Wohnung oder eine Freundin sucht, eine Anzeige in der Zeitung bezahlen?Die aktuelle Wirtschaftskrise kommt dann noch dazu: So schrumpfen zum Beispiel die Stellenanzeigen, und viele Unternehmen sparen erst einmal bei der Werbung, bevor sie Mitarbeiter entlassen und andere schmerzliche Kürzungen vornehmen.Das bisherige Geschäftsmodell funktioniert nicht mehr.

EK: Ist denn der Zug schon abgefahren, die Werbewirtschaft davon zu überzeugen, dass sie im Internet bei den Onlineausgaben der Zeitungen auch höhere Preise zahlen müssen?

RM: Im Internet herrscht Wettbewerb, auf vielen traditionellen Zeitungsmärkten – wenn auch nicht in Berlin – hatten die Verlage Monopolstellungen und konnten somit hohe Preise durchsetzen. Im Internet können Suchmaschinen aber auch der werbetreibenden Wirtschaft viel besser als Zeitungen wirklich die Zielgruppen anbieten, die sie haben will und denen sie ohne Streuverluste ein Produkt anpreisen möchte. Suchmaschinen haben dabei einen enormen Vorteil. Dort geben Sie beispielsweise das Wort „Cabriolets“ ein und dann kommen eben alle Websites, die sich aktuell mit Cabriolets beschäftigen. Die Autoindustrie hat dann die Möglichkeit, gezielt bei dem Interessenten zu werben, der gerade dieses Stichwort eingegeben hat. An dieser Stelle müssen Zeitungen eben noch innovativer werden.

EK: Suchmaschinen vernichten also die Zeitungen?

RM: Die Suchmaschinen leben auf der einen Seite von den Nachrichten und den Angeboten, die die Zeitungen ihnen zuliefern, und auf der anderen Seite tragen sie im Moment sicherlich dazu bei, dass die Zeitungen finanziell in Schwierigkeiten geraten sind. Google kassiert momentan knapp die Hälfte des Onlinewerbekuchens selbst, und das fehlt dann den traditionellen Zeitungen in ihrem Budget.

EK: Das Wallstreet Journal hat es doch auch geschafft, im Internet Geld zu verdienen. Mit Online-Abos. Können andere Zeitungen mit diesem Geschäftsmodell nicht nachziehen?

RM: Das Wallstreet Journal ist immer noch die Ausnahme unter den großen Zeitungen. Das hat sicherlich damit zu tun, dass es eine Wirtschaftszeitung ist. Es bietet seinen Lesern, z.B. Managern und Bankern geldwerte, unverzichtbare Informationen, die sie für ihren Job benötigen. Das wissen alle. Also zahlt die Klientel auch für ein Online-Abo. Das ist anders bei Lieschen Müller, die im Internet aus Tausenden anderer Quellen wählen kann. Ihre Zahlungsbereitschaft ist entsprechend niedriger. Die spannende Frage ist jetzt, gelingt es solchen Zeitungen wie der New York Times, die Leute davon zu überzeugen, dass sie doch wieder etwas bezahlen müssen, auch wenn sie das Angebot nur Online nutzen. Das ist im Moment eine Diskussion, die seit ein paar Monaten hoch schwappt.

EK: Wird den Zeitungen in Europa nicht irgendwann das gleiche Schicksal ereilen wie in den USA?

RM: Es wäre töricht, davor die Augen zu verschließen, dass das Internet auch bei uns weiterhin an Bedeutung gewinnt. Auf der anderen Seite gibt es in Amerika Entwicklungen, die sich sicherlich nicht genauso bei uns wiederholen werden. Die aktive Bloggerkultur, die Partizipation der Bürgerjournalisten, die auch das Informationsmonopol der Zeitungen in den USA gekippt haben, ist etwas, was ich mir in vergleichbarem Ausmaß in Europa schwer vorstellen kann. In Amerika gibt es auch seit 20 Jahren so etwas wie Talkradio, wo viele Hörer begeistert tagtäglich im Radio mitquatschen. Das hat sich bei uns nicht durchgesetzt. Da gibt es schon kulturelle Differenzen, und die spielen dann auch bei der Mediennutzung eine Rolle. Aber dass Print langfristig ein Auslaufmodell ist, davon bin ich überzeugt. Elektronische Bildschirme, elektronisches Papier, das man in seine Jackentasche stecken kann, das man falten kann, so wie Zeitungspapier, ist inzwischen fast serienreif. Und so wie heute kein Mensch mehr mit einem Schnurtelefon telefoniert, sondern wir alle unsere Handys benutzen, werden wir wahrscheinlich auch in ein paar Jahren mit neuen elektronischen Lesegeräten hantieren. Insofern wird sich mit dem nächsten Technologieschub, der bereits absehbar ist, neuerlich eine Menge verändern.

Das Interview erschien in einer kürzeren Fassung am 8. Juli 2009 in der Berliner Zeitung

 

Freie Journalistin

Eleni Klotsikas