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Texte aus Januar 2010

Mangueira – Eine Sambaschule im Vorkanevalsrausch

Jan 17

Rio de Janeiro, 16. Januar 2010

Rio ist nur während des Karnevals Zentrum der Samba-Euphorie, schon im Dezember und Januar, mehrere Wochen vor dem großen Ereignis, laden die Sambaschulen zu rauschenden Festen ein. Jeden Samstag in der Vorkarnevalszeit stellen sich in der tradtionsreichen Sambaschule Mangueira die Sambaköniginnen der Öffentlichkeit vor. Die Persussion-Band spielt bis in die Morgenstunden ihren neuesten Karnevalshit hoch und runter und das solange bis ihn auch wirklich alle mitsingen können! Der Songtext wird auf Pappherzen verteilt.

Jedes Jahr komponieren die Sambaschulen einen neuen Song zum Karneval, passend zu dem “Thema” ihrer Kostüme und der Show, die sie im Sambodrom präsentieren. “Mangueira é música do Brasil” heißt der diesjährige Begleitsong (auf portugiesisch: Samba Enredo).

Die Refrain geht so:
“Meu coração é verde e rosa
Descendo o morro, eu vou
A música, alegria do povo
Chegou, a Mangueira chegou”

Natürlich gibt es dazu auch einen passenden Videoclip, in dem auch schon mal Einblicke in die Kostümwelt der Sambaschule gewährt werden:

Die Sambaschule Mangueira liegt am Fusse der gleichnamigen Favela. An den Abenden, an denen die Feste in der Konzerthalle der Samabschule stattfinden, braucht man sich nicht zu fürchten. An diesen Abenden führt die Polizei keine Razzien durch und so kommt es auch nicht zu Ad-Hoc-Schießerein zwischen Polizei und Favela-Bossen. Man ist also auf der Straße und in der Konzerthalle relativ sicher. An anderen Tagen ist man davor aber nicht immer gefeit. So sterben oft viele Unschuldige im Kugelhagel.

Auch an den Abenden, an denn die Sambaparties gefeiert werden, ist ein Spaziergang den Hügel zur Favela hoch nicht für jeden empfehlenswert. Wenn man nicht jemanden dort kennt, der einen mitnimmt, sollte man das sowieso sein lassen. Ansonsten sollte man eine Portion Unerschrockenheit mitbringen und sich nicht wie ein Tourist benehmen. Fotografieren ist streng verboten. Der Drogenumschlagplatz ist gleich am Anfang der Favela, dort wird einem von Ecstasy, Kokain und Haschisch alles an angeboten. Das Geld wird in Plastiktüten gestopft.

Für die Sambaaschule und die Favela sind auch die Feste immer eine gute Einnahmequelle. Der Eintritt pro Person beträgt umgerechnet 15 bis 20 Euro und Essen und Trinken sind natürlich weit teurer als draußen auf der Strasse. Sehr angenehm ist die Mischung der Partygäste. Was sonst selten in Rio stattfindet, die Vermischung der sozialen Schichten, kann man auf so einem Fest erleben. Dort tanzen Favela-Bewohner neben den bessergestellten Cariokas aus den südlichen Stadtbezirken Ipanema und Leblon die ganze Nacht durch.

Mangueira ist eine der tradtionsreichsten Sambaschulen und in ganz Rio bekannt. Berühmt geworden ist Mangueira durch Cartola, einer der bekanntesten brasilianischen Komponisten und Sänger, der in dieser Favela gelebt und wunderschöne, melancholische Lieder geschrieben hat. (Fotos und Videos werden in Kürze hochgeladen)

Eine Fiktion, die zur Realität wurde – der Mauerfall

Jan 06

Um 23:30 Uhr gehen die Schlagbäume in der Bornholmer Straße hoch. Tausende DDR-Bürger strömen nach Westberlin. Dass am 9.11.1989 die Mauer fiel, ist auch den Medien zu verdanken, glaubt Historiker Hanns Hermann Hertle…. weiterlesen unter: http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4867477,00.html

“Eine soziale Bewegung” – Die Online-Enzyclopädie Wikipedia

Jan 06

Berlin, 14.04.2009


Im Interview mit Wikipedia-Gründer Jimmy Wales am Rande der Re:publica in Berlin

Im Alter von 4 Jahren begann er schon zu lesen und sein erstes Buch soll eine Enzyklopädie gewesen sein. Das erfährt man auf Wikipedia über Jimmy Wales, den Gründer der größten freien Online-Enzyklopädie. Ist das wahr oder falsch? Oder nur ein lustiger PR-Gag? Den Reality-Check konnte ich 2009 auf der Re:publica machen, wo ich Jimmy Wales interviewen konnte. Der Beitrag wurde bei “töne, texte, bilder” auf WDR5 ausgestrahlt.

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Über meine Begegnung mit dem Wikipedia-Mann habe ich auch für Deutsche-Welle-Online geschrieben:
http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4175256,00.html

Wicinomics-Erfinder Don Tapscott über das Arbeitsmodell der Zukunft

Jan 05

Während des 20. Jahrhundert haben wir Wohlstand durch Hierarchien und vertikale Organisationsstrukturen geschaffen. Unternehmen haben alles selbst gefertigt von der Schraube bis zum Endgerät. Doch dieses Modell ist veraltet, sagt Bestsellerautor und Unternehmensberater Don Tapscott, der Erfinder der Wikinomics-Theorie. Das neue Web, das als Web 2.0 bezeichnet wird, habe die Kollaborationskosten so stark gesenkt, dass Menschen überall auf der Welt mit in die Wertschöpfungsprozesse von Unternehmen eingebunden werden können. Daher wird sich nach Tapscott radikal verändern, wie wir in Zukunft arbeiten und Wohlstand schaffen. Wir leben im Zeitalter der Partizipation.

Deutschlandradio Kultur, Sendung Breitband, Autorin: Eleni Klotsikas

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Freie Journalistin

Eleni Klotsikas